EU-Richtlinien für Online-Glücksspiele

EGBA – einheitliches Glücksspielrecht für EU-Bürger

EU-Richtlinien für Online-GlücksspieleIn Deutschland versucht die Politik seit vielen Jahren ergebnislos, eine Einigung zwischen den Bundesländern zu erzielen, um Online-Glücksspielen eine rechtliche Basis zu verleihen. Andere EU-Mitgliedsstaaten haben sich längst positioniert und lizenzieren Internet-Glücksspielanbieter auf staatlichem Wege. Dabei kommt es vermehrt zu unterschiedlichen Ansätzen in der Regulierung, was sich nachteilig auf den Spielerschutz auswirkt. Aus diesem Grund fordert Europas Glücksspielverband die EU-Kommission dazu auf, ein europäisches Gesamtpaket für Glücksspielrecht aufzustellen. Damit einhergehend soll ebenfalls sichergestellt werden, dass Neueinführungen in der Glücksspielbranche die Rahmenbedingungen der europaweit geltenden Rechtsvorschriften für Verbraucher erfüllen.

Europäischer Spielerschutz durch länderübergreifende Regulierung

Laut den neuesten europaweiten Zahlen der EGBA – European Gaming and Betting Association – wächst Europas Glücksspielmarkt im Bereich des Online-Gambling jährlich über zwanzig Prozent. Deshalb die klare Forderung des Branchenverbandes, ein Konzept auszuarbeiten, um Voraussetzungen für eine einheitliche europäische Regulierung zu schaffen.

Es gibt zwar einige grundlegende Regularien, die eine EU-zertifizierte Glücksspielbehörde erfüllen muss, um europaweite Konzessionen für Online-Glücksspielanbieter ausstellen zu können, der Großteil wird jedoch durch Landesrecht bestimmt. Die Branchenexperten sind aus diesem Grund der Ansicht, dass durch den Mangel eines europäischen Regelwerks für Online-Glücksspiele die Sicherheit der Spieler nicht den Normen des EU-Verbraucherschutzes entspricht.

Der Grund dafür ist, dass die EU-Länder unterschiedliche Regeln für die Regulierung von Online-Glücksspielen haben und es erhebliche Unterschiede innerhalb der Rechtsauslegung der nationalen Vorschriften gibt. In diesem Kontext sieht der europäische Branchenverband vor allem Handlungsbedarf hinsichtlich eines einheitlichen Spielerschutzes, der europarechtskonform allen Online-Glücksspielern gleiche Bedingungen gewährleisten sollte.

Aktuelle Studie bestätigt den europaweiten Handlungsbedarf

Genauer befasst hat sich die renommierte City University of London mit dem europäischen Spielerschutz. Großbritannien stellt den größten Markt in Europa, und zahlreiche Online Casinos verfügen über eine UKGC Lizenz, die allerdings ausschließlich in Großbritannien Gültigkeit besitzt.

Die Online Anbieter müssen für den europäischen Vertrieb eine weitere Lizenz einer EU-konformen Spielaufsichtsbehörde wie Malta oder Gibraltar anstreben. In jedem Fall hat sich die britische Studie die aktuelle Situation auf dem europäischen Glücksspielmarkt genauer betrachtet, um die Standards der staatlichen Lizenzgeber vergleichen zu können.

Schließlich haben sich in den vergangenen Monaten viele EU-Staaten für eine Marktöffnung entschlossen, damit einhergehend mussten sich EU-lizenzierte Online Casinos für eine Konzession im jeweiligen Mitgliedstaat bewerben. Internet Casinos sowie Buchmacher, die alle Lizenzbedingungen erfüllen, können somit unter anderem in Ländern wie den Niederlanden, Schweden, Italien, Spanien und Portugal ihre Spielangebote online bringen.

Schlussfolgerung aus den Lizenzdifferenzen

Bei der Analyse der erfassten Daten aller aktuell lizenzierenden EU-Länder kam heraus, dass ausschließlich Dänemark die bestehenden EU-Verbraucherschutzrichtlinien für Online-Glücksspiele vollständig umsetzt. Alle anderen Regulierungsbehörden weisen teilweise erhebliche Lücken bezüglich des europäischen Verbraucherschutzes auf.

Insbesondere der unkontrollierte Anteil von Glücksspielanbietern, die eine Bedrohung von außerhalb der EU darstellen wird in den meisten Ländern vernachlässigt. Ein Grund dafür ist das Fehlen einer einheitlichen Regulierung aller europäischen Länder, die es ermöglichen würde, Internet-Anbieter ohne EU-Regulierung vom Markt auszuschließen.

Einigkeit für mehr Sicherheit im Glücksspielrecht

Die Aufforderung der EGBA, dass die Europäische Kommission Verbesserungen im Spielerschutz für ganz Europa anstreben sollte, ist aus Expertensicht der einfachste Weg, um rechtsverbindliche Maßnahmen umzusetzen. Aufgrund der wachsenden Digitalisierung mit zunehmend neuen Technologien und Zahlungssystemen ist eine neue Politik für Online-Glücksspiele unumgänglich.

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Markt zeigen bereits wie groß der Anklang unter den Spielern ist. Allein der Blockchain Sektor mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Etherum und Litecoin erfordert eine europaweite Zusammenarbeit im Regulierungsbereich der Online-Zahlungsmittel.

Des Weiteren arbeiten die internationalen Marktführer akribisch an der Einführung von Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Dass diese neuen Spielsysteme in den Glücksspielsektor integriert werden, das steht außer Frage, der Bedarf einheitlicher und vor allem zeitgemäßer Regulierungsmaßnahmen wird dadurch größer denn je.

Keine Schlupflöcher mehr durch einheitliche Richtlinien

Um möglichst schnell auf Marktveränderungen und neue Spieltechnologien reagieren zu können ist eine Regulierung auf europäischer Ebene die beste Lösung. Der Vorschlag der EGBA, die Anbieter nach EU-Recht im Bereich der Online-Glücksspiele zu regulieren und dabei die Zuständigkeit für die Erhebung einer Verbrauchssteuer dem EU-Mitgliedstaat zu überlassen, klingt annehmbar.

Bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Regierungen mit einem neuen europäischen Glücksspielgesetz anfreunden können, und ob ein Konsens unter den EU-Ländern möglich sein wird. Für den Spieler würde es in jedem Fall vieles einfacher machen und mehr Sicherheit bedeuten. Mehrfach preisgekrönt und bekannt für Seriosität sowie hohe Sicherheitsanforderungen ist das britische 888Casino. Der Anbieter verfügt über mehrere Lizenzen, die ein faires Online-Glücksspiel gewährleisten.